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Neurofeedback

Was ist Neurofeedback?

Neurofeedback ist eine Form des Biofeedbacks, das dem Gehirn eine Selbstregulation der Gehirnaktivität ermöglicht und somit die Leistungsfähigkeit verbessert. Nebenbei ist Neurofeedback eine medikamentenfreie Behandlungsform, die mit sehr geringen (wie Müdigkeit) bis keinen Nebenwirkungen daher kommt. Eine Neurofeedback-Behandlung bietet den großen Vorteil, dass die Symptomatik verschiedener Störungsbilder ganz ohne Medikamente verbessert werden kann. Wir behandeln nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren können bei uns mit Neurofeedback behandelt werden!

Wir nutzen fortschrittliche Technologie um Ihre Hirnaktivität in Echtzeit zu analysieren und setzen diese Erkenntnisse ein, um Ihr Gehirn gezielt zu trainieren. Neurofeedback ist vollkommen schmerzfrei und wirkt schnell.

Dabei können Sie beobachten, wie sich Ihre Gehirnaktivität unmittelbar auf die Qualität der Signale auf dem Bildschirm auswirkt. Eine Verbesserung der Hirnaktivität führt zu einem gewünschten Feedback des Systems, wie z.B. einer angenehmeren Darstellung wie schärfere Bilder oder optimierte Helligkeit – alles in Echtzeit. Sollte Ihre Hirnaktivität jedoch in eine weniger gewünschte Richtung abdriften, signalisieren Störungen auf dem Bildschirm und im Ton, dass es Zeit für eine Anpassung ist. Dieses direkte Feedback motiviert das Gehirn, sich anzupassen und verbessert so kontinuierlich Ihre mentale Verfassung.

Durch das Echtzeit-Feedback über Ihre Gehirnaktivität, erlernen Sie, diese bewusst zu steuern. Durch wiederholte Anpassungen und die damit verbundenen positiven Erfahrungen fördert das Neurofeedback-Training den Lernprozess des Gehirns. Es kann zu dauerhaften Verbesserungen führen, indem es neue neuronale Verbindungen stärkt.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Behandlungsmethoden bietet Neurofeedback den Vorteil, dass signifikante Therapieerfolge in einem überschaubaren Zeitrahmen erreicht und automatisiert werden können.

Wollen Sie selbst aktiv werden und die Vorteile des Neurofeedbacks für sich nutzen? Wollen Sie Ihre Hirnaktivität gezielt trainieren, um auch im Alltag von der erlernten Selbstregulation zu profitieren? Dann vereinbaren Sie jetzt einen Termin!

Was passiert während einer Neurofeedback-Sitzung?

Unsere Reise beginnt mit einem ausführlichen Vorgespräch. Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihre Ziele, Hoffnungen und Bedenken mit uns zu teilen. Dieses Gespräch ist der Grundstein Ihres persönlichen Trainingsplans.

Nach dem Vorgespräch werden Ihnen kleine, kreisförmige Elektroden an bestimmten Punkten auf Ihrer Kopfhaut platziert, um die elektrischen Signale Ihres Gehirns zu erfassen. Dafür wird Ihre Haut im Gesicht und auf dem Kopf speziell gereinigt, damit eine gute Leitfähigkeit gewährleistet werden kann. Wenn alle Elektroden befestigt sind, wird das System auf Ihre individuellen Augenbewegungen kalibriert, sodass diese keine Störungen in den Messungen verursachen. Anschließend machen wir uns bereit, in Echtzeit einen Blick in Ihre Gehirnaktivität zu werfen.

Jetzt beginnt der spannendste Teil: das Training. Sie werden direkt vor einem Bildschirm sitzen, der als Ihr persönlicher Spiegel in die Welt Ihrer Gehirnwellen dient. Durch das Ausführen einfacher Aufgaben oder das Betrachten spezieller Muster wird Ihre Gehirnaktivität in Echtzeit visualisiert und moduliert. Positives Feedback – in Form von verbesserten Bildern, Klängen oder sogar Spielfortschritten – belohnt Sie, wenn Ihre Gehirnaktivität die gewünschten Zustände erreicht. So lernt Ihr Gehirn auf natürliche Weise, sich selbst zu regulieren und zu optimieren.

Nach dem Training nehmen wir uns Zeit für eine Nachbesprechung. In dieser Nachberechnung können Sie Ihre Erfahrungen reflektieren und das Gelernte verstehen. Gemeinsam mit Ihrem Therapeuten besprechen Sie die Fortschritte und etwaige Anpassungen Ihres Trainingsplans. Hier können Sie uns mitteilen, ob sie Schwierigkeiten hatten, die Aufgaben zu bearbeiten oder aber auch, ob es Ihnen zunehmend leichter fällt, Ihre Hirnaktivität zu regulieren.

Zusammenfassend, besteht jede Neurofeedback-Sitzung aus einem Vorgespräch, eine Vorbereitung gefolgt von dem Neurofeedback-Training, wobei jede Sitzung mit einer reflektierenden Nachbesprechung endet. Jeder Schritt ist darauf ausgelegt, Sie auf Ihrem Weg zu einem ausgeglicheneren, konzentrierteren und glücklicheren Ich zu unterstützen.

Wer profitiert von Neurofeedback?

Sie!

Die Anwendungsbereiche von Neurofeedback sind vielfältig und reichen von der Verbesserung der Konzentration und der Verringerung von Stress bis hin zur Förderung eines erholsamen Schlafs und der Reduzierung von Schmerzzuständen. Neurofeedback-Training kann Menschen mit unterschiedlichen Symptomen bzw. Beschwerden helfen. Lesen Sie mehr!

Neurofeedback bei ADHS?

Neurofeedback ist eine innovative Therapiemethode, die zunehmend bei der Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzt wird. Diese Methode basiert auf dem Prinzip des Biofeedbacks, speziell angewandt auf die elektrische Aktivität des Gehirns, und hilft Personen, mehr Kontrolle über ihre Gehirnwellenmuster zu erlangen.

Grundprinzip

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen bei vielen ADHS-Patient*innen abweichende Muster in der Gehirnaktivität, insbesondere in Form von veränderten Theta- und Beta-Wellen. Typischerweise ist bei ADHS-Patient*innen ein höheres Verhältnis von Theta- zu Beta-Wellen zu beobachten.

Theta-Wellen sind langsame Wellen, die typischerweise mit Zuständen von Entspannung, Schläfrigkeit oder Tagträumerei assoziiert sind. Sie treten typischerweise mit einer Frequenz von 4 bis 7 Hertz (Zyklen pro Sekunde) auf.

Beta-Wellen sind schnellere Wellen, die mit aktiver, wacher und konzentrierter geistiger Aktivität verbunden sind. Ihre Frequenz liegt zwischen 13 und 30 Hertz.

Ein erhöhtes Verhältnis dieser beiden Wellen bedeutet, dass im Vergleich zu nicht betroffenen Personen ein relativer Überschuss an langsamen Theta-Wellen im Verhältnis zu schnellen Beta-Wellen vorhanden ist, besonders in Ruhezuständen oder während Aufgaben, die Aufmerksamkeit erfordern. Dies wird oft mit verminderter Aufmerksamkeit und Konzentration in Verbindung gebracht wird.

Bedeutung des erhöhten Theta/Beta-Verhältnisses

Das erhöhte Theta/Beta-Verhältnis bei ADHS spiegelt eine Art von neuronaler Dysregulation oder Unausgewogenheit wider, die mit den Kernsymptomen der Störung in Verbindung gebracht wird, darunter:

Aufmerksamkeitsdefizite: Schwierigkeiten, Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten, fokussiert zu bleiben und sich nicht ablenken zu lassen.

Hyperaktivität: Übermäßige Bewegungsaktivität oder innere Unruhe.

Impulsivität: Handlungen ohne ausreichende Überlegung oder Berücksichtigung der Konsequenzen.

Training der Gehirnwellen

Das Neurofeedback zielt darauf ab, dieses untypische Muster zu normalisieren, indem es Personen ermöglicht, ihre eigenen Gehirnwellen in Echtzeit zu beobachten und zu modifizieren. Während einer Neurofeedback-Sitzung werden Elektroden am Kopf der Person angebracht, die die elektrische Aktivität des Gehirns (EEG) messen. Diese Signale werden auf einem Bildschirm visualisiert, sodass die Person unmittelbar Feedback zu ihrem aktuellen Zustand erhält.

Lernen durch Feedback

Durch dieses direkte Feedback lernt die Personen mit ADHS, bestimmte Gehirnwellenmuster, die mit Aufmerksamkeit und Fokussierung assoziiert sind, bewusst zu verstärken und solche, die mit Hyperaktivität oder Ablenkbarkeit verbunden sind, zu reduzieren. Zum Beispiel könnte eine visuelle Anzeige so programmiert sein, dass sie nur dann voranschreitet oder positive Rückmeldungen gibt, wenn die gewünschten Gehirnwellenmuster erreicht werden. Oder aber Sie steuern einen Vogel oder einen Fisch hinauf- und hinab und lernen so, bestimmte Gehirnwellenmuster zu verstärken oder zu verringern.

Langfristige Effekte

Mit der Zeit und regelmäßigem Training können diese neuen Muster internalisiert werden. Das Gehirn lernt, sich selbst besser zu regulieren, was zu einer dauerhaften Verbesserung der Symptome von ADHS führen kann, wie verbesserte Aufmerksamkeitsspanne, verringerte Impulsivität und Hyperaktivität. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Neurofeedback positive Auswirkungen auf ADHS haben kann, einschließlich Verbesserungen in Aufmerksamkeit, kognitiver Kontrolle und sozialem Verhalten.

Vorteile gegenüber traditionellen Methoden

Ein wesentlicher Vorteil von Neurofeedback gegenüber traditionellen Behandlungsmethoden wie Medikation ist, dass es auf die Entwicklung einer langfristigen Selbstregulation abzielt, ohne die Nebenwirkungen von Medikamenten. Es bietet eine nicht-invasive, spielerische und engagierte Methode zur Verbesserung der Symptome von ADHS.

Neurofeedback bei Schlafstörungen

Neurofeedback hat sich als vielversprechende Methode zur Behandlung von Schlafstörungen erwiesen. Schlafstörungen umfassen eine breite Palette von Problemen, einschließlich Einschlafschwierigkeiten, Durchschlafprobleme, verfrühtes Erwachen und Schlaf, der nicht erholsam oder erfrischend ist. Der Einsatz von Neurofeedback zielt darauf ab, die Gehirnaktivität zu modifizieren und dadurch die Schlafqualität zu verbessern.

Zielsetzung bei Schlafstörungen

Regulation spezifischer Gehirnwellen: Ein Überschuss an hochfrequenten Beta-Wellen (assoziiert mit Wachheit und Anspannung) können zu Schwierigkeiten beim Einschlafen führen. Durch Neurofeedback kann das Gehirn trainiert werden, stattdessen einen höheren Anteil an langsameren Wellen wie Alpha- (Entspannung, Ruhe) und Theta-Wellen (leichter Schlaf) zu produzieren.

Verbesserung der Schlafqualität: Indem es die Selbstregulation der Gehirnaktivität fördert, kann Neurofeedback helfen, die Tiefe und die erholsame Qualität des Schlafes zu verbessern. Dies kann durch das Training auf eine Reduzierung der nächtlichen Aufwachphasen und die Erhöhung der Zeit in den tiefen Schlafphasen erreicht werden.

Reduktion von Schlafangst und stressbedingten Schlafproblemen: Viele Menschen leiden unter Schlafstörungen, die durch Angst oder Stress verstärkt werden. Neurofeedback kann dazu beitragen, die allgemeine Stressresilienz zu erhöhen und das Nervensystem zu beruhigen, was wiederum zu einem besseren Schlaf führen kann.

Wissenschaftliche Evidenz

Studien und klinische Erfahrungen zeigen, dass Neurofeedback eine wirksame Intervention für verschiedene Arten von Schlafstörungen sein kann, darunter Insomnie, gestörte Schlafarchitektur und Schlafprobleme im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wie ADHS oder Depression. Während die Forschung in diesem Bereich weiterhin wächst, berichten viele Patienten von einer signifikanten Verbesserung ihrer Schlafqualität nach einem Neurofeedback-Training.

Praktische Anwendung

Die genaue Anzahl der benötigten Neurofeedback-Sitzungen kann variieren, aber viele Personen berichten von Verbesserungen nach einer Reihe von Sitzungen. In der Regel werden jedoch 20-30 Sitzungen empfohlen. Wie bei jeder therapeutischen Intervention ist es wichtig, Neurofeedback unter der Aufsicht eines qualifizierten Fachmanns zu praktizieren, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Zusammenfassung

Neurofeedback bietet einen vielversprechenden, nicht-invasiven Ansatz zur Behandlung von Schlafstörungen. Durch das Training, bestimmte Gehirnwellenmuster zu modifizieren und zu optimieren, kann Neurofeedback dazu beitragen, die Ursachen von Schlafproblemen direkt anzugehen

Neurofeedback bei Angststörungen

Neurofeedback wird zunehmend als eine wirksame Methode zur Behandlung von Angststörungen angesehen. Diese Technik nutzt die Fähigkeit des Gehirns zur Neuroplastizität, d.h., seine Strukturen und Funktionen durch gezieltes Training zu verändern. Im Kern geht es beim Neurofeedback darum, den Teilnehmenden ein Echtzeit-Feedback über ihre Gehirnaktivität zu geben, um ihnen zu helfen, bestimmte Gehirnwellenmuster zu erkennen und zu modifizieren, die mit Angst in Verbindung stehen.

Zielsetzung von Neurofeedback bei Angststörungen

Regulation der Gehirnwellen

Angst ist oft mit einem Ungleichgewicht in der Gehirnaktivität verbunden, insbesondere mit einer Überaktivität in bestimmten Bereichen des Gehirns oder einem Übermaß an schnellen Beta-Wellen, die mit Erregung und Unruhe assoziiert sind. Neurofeedback zielt darauf ab, die Selbstregulation dieser Gehirnwellen zu fördern und eine ausgeglichenere Gehirnwellenaktivität zu erreichen. Teilnehmende lernen, ihre Beta-Wellen zu reduzieren und stattdessen die Produktion von Alpha-Wellen zu erhöhen, die mit Entspannung und Ruhe verbunden sind.

Stressreduktion

Durch die Verbesserung der Fähigkeit zur Selbstregulation können Teilnehmende lernen, ihre physiologischen Stressreaktionen besser zu kontrollieren. Dies beinhaltet die Reduzierung der Produktion von Stresshormonen wie Cortisol, die Senkung des Blutdrucks und die Normalisierung der Herzrate. Neurofeedback kann helfen, das autonome Nervensystem zu balancieren, was zu einer dauerhaften Stressresistenz und einer verringerten Reaktionsfähigkeit auf Stressauslöser führt.

Angstbewältigung

Für Menschen mit Angststörungen kann Neurofeedback dabei helfen, die neuronalen Muster zu verändern, die Angstreaktionen zugrunde liegen. Indem sie lernen, ihre Gehirnaktivität in Richtung eines ruhigeren und entspannteren Zustands zu lenken, können sie die Intensität und Häufigkeit von Angstgefühlen reduzieren. Dies kann eine verbesserte emotionale Regulation und eine geringere Anfälligkeit für Angstattacken zur Folge haben.

Erhöhte Achtsamkeit und emotionale Stabilität

Teil des Neurofeedback-Trainings beinhaltet die Entwicklung einer erhöhten Achtsamkeit für den eigenen mentalen Zustand. Diese gesteigerte Selbstwahrnehmung kann es Teilnehmenden ermöglichen, frühzeitig Anzeichen von Angst zu erkennen und aktiv Strategien zur Bewältigung dieser Zustände einzusetzen, bevor sie überwältigend werden.

Wissenschaftliche Evidenz

Studien haben gezeigt, dass Neurofeedback positive Effekte auf die Behandlung von Angst haben kann, einschließlich einer Verringerung der Symptome von Angststörungen, einer verbesserten Stressbewältigung und einer allgemein höheren Lebensqualität. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass Neurofeedback in der Regel als Teil eines umfassenderen Behandlungsansatzes am wirksamsten ist, der auch andere Therapieformen einschließen kann.

Zusammenfassung

Neurofeedback bietet einen vielversprechenden, nicht-invasiven Ansatz zur Behandlung von Angststörungen. Durch das Training zur Selbstregulation der Gehirnwellen können Teilnehmende lernen, ihre Gehirnaktivität bewusst zu beeinflussen, was zu einer signifikanten Reduktion von Angstsymptomen führen kann. Diese Methode basiert auf der Prämisse, dass Personen mit Angststörungen oft typische Muster der Gehirnaktivität aufweisen, die durch Neurofeedback-Training modifiziert werden können. Im Verlauf des Trainings erhalten die Teilnehmer direktes Feedback über ihre Gehirnwellen und lernen schrittweise, Zustände der Entspannung und Konzentration herbeizuführen, die mit einem geringeren Angstniveau einhergehen. Forschungsergebnisse zeigen, dass diese Technik nicht nur die Angstsymptome mildern, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensqualität verbessern kann. Neurofeedback wird daher als eine effektive Ergänzung zu traditionellen Behandlungsformen wie Psychotherapie und Medikation betrachtet.

Neurofeedback bei Depressionen

Neurofeedback wird auch in der Behandlung von Depressionen eingesetzt, einer weit verbreiteten psychischen Störung, die durch anhaltende Traurigkeit, Interessenverlust, Energiemangel und eine Vielzahl weiterer symptomatischer Aspekte gekennzeichnet ist. Neurofeedback-Therapie nutzt die Fähigkeit des Gehirns zur Selbstregulation und zur Anpassung seiner eigenen Aktivitätsmuster, um die Symptome von Depressionen zu lindern.

Zielsetzung des Neurofeedback-Trainings

Das Hauptziel des Neurofeedback-Trainings bei Depressionen ist es, die Gehirnwellenmuster zu normalisieren, die mit dieser Erkrankung assoziiert sind. Bei depressiven Personen wurden im EEG oft abweichende Muster festgestellt, wie zum Beispiel eine erhöhte frontale Alpha-Asymmetrie (unterschiedliche Alpha-Wellen-Aktivität in den beiden Gehirnhälften), die mit negativen Emotionen und Stimmungen verbunden ist. Neurofeedback zielt darauf ab, diese Ungleichgewichte zu korrigieren, indem es Personen trainiert, ihre Gehirnaktivität bewusst zu beeinflussen.

Wirkmechanismen

Regulierung der Gehirnwellen: Durch Neurofeedback lernen Teilnehmende, bestimmte Gehirnwellen, die mit positiven Stimmungszuständen verbunden sind, zu verstärken (z.B. Beta-Wellen) und solche zu reduzieren, die mit Depressionen assoziiert werden (z.B. Theta- und Alpha-Wellen in bestimmten Gehirnregionen).

Verbesserung der emotionalen Regulation: Neurofeedback kann dazu beitragen, die Fähigkeit des Gehirns zur emotionalen Selbstregulation zu verbessern. Dies kann helfen, die Intensität und Häufigkeit negativer Emotionen zu verringern, die mit Depressionen einhergehen.

Stärkung der Gehirnplastizität: Regelmäßiges Training kann die neuronale Plastizität fördern, also die Fähigkeit des Gehirns, sich strukturell und funktionell als Reaktion auf Lernerfahrungen zu verändern. Dies kann zu langfristigen Verbesserungen der Gehirnfunktion und Stimmung führen.

Reduzierung von Stress: Da Stress oft sowohl ein Auslöser als auch ein Symptom von Depressionen ist, kann die durch Neurofeedback erzielte verbesserte Stressbewältigung zu einer allgemeinen Linderung der depressiven Symptome beitragen.

Wissenschaftliche Unterstützung und praktische Anwendung

Die Forschung zeigt vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit von Neurofeedback bei der Behandlung von Depressionen, einschließlich einer Verringerung der Symptome und einer Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens. Obwohl weitere Studien erforderlich sind, um die optimalen Protokolle und die langfristige Wirksamkeit zu bestimmen, bieten die bisherigen Erkenntnisse eine solide Grundlage für die Verwendung von Neurofeedback als Teil eines umfassenden Behandlungsansatzes für Depressionen.

Zusammenfassung

Neurofeedback stellt einen innovativen, nicht-invasiven Ansatz zur Behandlung von Depressionen dar, der durch die Modulation spezifischer Gehirnwellenmuster und die Förderung der emotionalen Selbstregulation wirkt. Durch regelmäßiges Training können Personen lernen, ihre Gehirnaktivität zu steuern und Symptome von Depressionen zu lindern. Wie bei allen therapeutischen Interventionen sollte Neurofeedback unter der Anleitung eines qualifizierten Fachmanns und als Teil eines ganzheitlichen Behandlungsplans durchgeführt werden.

Neurofeedback bei Migräne und chronischen Schmerzen

Neurofeedback bei Migräne nutzt die Fähigkeit des Gehirns, sich selbst zu regulieren und zu konditionieren, um die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken zu reduzieren. Migräne ist eine komplexe neurologische Erkrankung, die durch starke und oft wiederkehrende Kopfschmerzen gekennzeichnet ist, begleitet von Symptomen wie Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Sehstörungen. Der genaue Mechanismus von Migräne ist zwar noch nicht vollständig verstanden, es wird jedoch angenommen, dass Veränderungen in der Gehirnaktivität und -chemie eine Rolle spielen.

Grundprinzip des Neurofeedbacks bei Migräne

Neurofeedback zielt darauf ab, die Selbstregulation des Gehirns zu verbessern, indem es dem Benutzer Echtzeit-Feedback über seine Gehirnwellenaktivität gibt. Indem es Personen ermöglicht, bewusst Einfluss auf ihre eigene Gehirnaktivität zu nehmen, kann Neurofeedback helfen, die für Migräne verantwortlichen neuronalen Muster zu normalisieren.

Zielsetzungen des Neurofeedback-Trainings bei Migräne

Regulation der Gehirnwellen: Insbesondere wird darauf abgezielt, die Alpha-Wellen zu erhöhen. Alpha-Wellen sind mit Entspannung und einem ruhigen, aber wachen Zustand verbunden. Ein Mangel an Alpha-Aktivität wurde in einigen Studien mit Migräne in Verbindung gebracht.

Stressreduktion: Da Stress ein bekannter Auslöser für Migräne ist, kann die durch Neurofeedback erzielte verbesserte Stressregulation dazu beitragen, die Anzahl der Migräneattacken zu verringern.

Verbesserung der Selbstregulation: Durch das Training lernen Patienten, die Anzeichen erhöhter Anspannung oder Stress zu erkennen und gegenzusteuern, bevor diese in eine Migräneattacke münden.

Wissenschaftliche Evidenz und praktische Anwendung

Forschungsergebnisse zu Neurofeedback bei Migräne sind vielversprechend. Einige Studien zeigen, dass Patienten nach einem Neurofeedback-Training eine signifikante Reduktion in der Häufigkeit und Schwere ihrer Migräneattacken erfahren. Darüber hinaus berichten einige Patienten von einer verbesserten Lebensqualität und einer Verringerung der Notwendigkeit, Medikamente einzunehmen.

Zusammenfassung

Neurofeedback bietet einen nicht-invasiven, medikamentenfreien Ansatz zur Behandlung von Migräne, der das Potenzial hat, die Lebensqualität der Betroffenen erheblich zu verbessern. Durch das Training zur Selbstregulation der Gehirnwellen können Patienten lernen, die neuronalen Muster zu modifizieren, die mit Migräne in Verbindung stehen, und so die Frequenz und Intensität der Kopfschmerzattacken reduzieren. Wie bei jeder Behandlungsmethode ist es wichtig, dass Patienten einen qualifizierten Anbieter wählen und alle Therapieoptionen im Kontext ihrer individuellen Gesundheitssituation bewerten

Neurofeedback bei Tinnitus

Tinnitus, oft wahrgenommen als ein störendes Klingeln oder Rauschen im Ohr, stellt eine erhebliche Herausforderung für Betroffene dar. Dieser Zustand ist ein Symptom einer zugrundeliegenden Bedingung, die auf abnormale Aktivitäten innerhalb des Gehirns zurückgeführt werden kann. Wie bei der Behandlung von Tinnitus, nutzt das Neurofeedback die Fähigkeit des Gehirns, sich selbst zu regulieren und zu konditionieren, um die Wahrnehmung und Intensität der Tinnitus-Symptome zu beeinflussen.

Grundprinzip des Neurofeedbacks bei Tinnitus

Neurofeedback zielt darauf ab, die Selbstregulation des Gehirns zu verbessern, indem es den Nutzern Echtzeit-Feedback über ihre Gehirnwellenaktivität bietet. Diese Technik ermöglicht es Personen, aktiv Einfluss auf ihre Gehirnwellen zu nehmen und somit die Gehirnbereiche zu trainieren, die mit der Verarbeitung von Geräuschen und der Wahrnehmung von Stille assoziiert sind.

Zielsetzungen des Neurofeedback-Trainings bei Tinnitus

  • Regulation der Gehirnwellen: Gezieltes Training kann darauf abzielen, die Aktivität in den für Tinnitus relevanten Gehirnregionen zu modifizieren. Dies kann die Verringerung der wahrgenommenen Lautstärke des Tinnitus beinhalten.
  • Stressreduktion: Da Stress häufig die Symptome von Tinnitus verschlimmern kann, ist ein wichtiger Aspekt des Neurofeedback-Trainings die Verbesserung der Stressregulation. Dies kann helfen, die Intensität der Tinnitus-Symptome zu mildern.
  • Verbesserung der Selbstregulation: Durch das Training lernen Patienten, die Anzeichen von Stress oder Unbehagen frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren, was helfen kann, die Wahrnehmung des Tinnitus zu beeinflussen, bevor sie überwältigend wird.

Wissenschaftliche Evidenz und praktische Anwendung

Studien zu Neurofeedback bei Tinnitus sind vielversprechend und deuten darauf hin, dass Patienten nach einer Trainingsphase eine Reduktion in der Häufigkeit und Schwere ihrer Symptome erfahren können. Darüber hinaus berichten einige Patienten von einer verbesserten allgemeinen Lebensqualität und einer verringerten Belastung durch Tinnitus.

Zusammenfassung

Neurofeedback bietet einen nicht-invasiven, medikamentenfreien Ansatz zur Behandlung von Tinnitus, der das Potenzial hat, die Lebensqualität der Betroffenen signifikant zu verbessern. Durch gezieltes Training zur Selbstregulation der Gehirnwellen können Patienten die neuronalen Muster, die mit Tinnitus verbunden sind, modifizieren und so die Häufigkeit und Intensität der Symptome reduzieren.

Auch Sie können von der neuartigen Neurofeedback-Therapie profitieren! Kontaktieren Sie uns noch heute, um einen Termin zu vereinbaren!

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Es ist wichtig zu wissen, dass Neurofeedback als eine sogenannte „IGeL-Leistung“ (Individuelle Gesundheitsleistung) gilt. Dies bedeutet, dass diese Therapie nicht standardmäßig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird und daher in der Regel selbst gezahlt werden muss. Die Kosten für Neurofeedback variieren je nach Therapiedauer und -intensität.

Wir verstehen, dass die Entscheidung für eine selbst zu finanzierende Behandlung sorgfältig überlegt sein will und möglicherweise eine finanzielle Herausforderung darstellen kann. Daher unterstützen wir Sie aktiv dabei, die Rechnung bei Ihrer (privaten) Krankenkasse einzureichen. Auch wenn eine Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen nicht die Regel ist, gibt es Fälle, in denen aufgrund einer ärztlichen Empfehlung und nachgewiesener medizinischer Notwendigkeit eine Erstattung möglich sein kann.

Unser Team steht Ihnen zur Seite, um die notwendigen Unterlagen vorzubereiten und Ihnen detaillierte Informationen darüber zu geben, wie Sie die Möglichkeit einer Kostenübernahme durch Ihre Krankenversicherung maximieren können. Wir empfehlen Ihnen, vor Beginn der Therapie Kontakt mit Ihrer Krankenkasse aufzunehmen, um Ihre individuelle Situation zu klären und sich über mögliche Erstattungsmodalitäten zu informieren.

Insgesamt beläuft sich das GOÄ-Honorar für die ca. 1-stündige Neurofeedback-Therapiesitzung auf 100,55 Euro.

Eine Beispielrechnung für eine 1-stündige Neurofeedback-Therapiesitzung finden Sie hier.

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